Geht es mit unserer Leistungsfähigkeit in der zweiten Berufshälfte Berg ab. Man hört ihn oft, den Spruch vom alten Eisen. Nicht mehr so leistungsstark. Nicht mehr so beweglich. Was ist da dran?

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen Leistungsfähigkeit und Alter
  • Was du tun kannst, um leistungsstark und wach zu bleiben.

Nimmt die Leistungsfähigkeit mit dem Alter ab?

Du bist 40, 45, 50. Wie sieht es mit deiner Leistungsfähigkeit aus? Fühlst du dich noch so fit wie zum Beginn deiner Berufsfähigkeit? Bist du noch genauso leistungsstark oder leistungswillig?

Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten.

Die gute Nachricht ist, heutige Untersuchungen zeigen, dass unser Gehirn bis ins hohe Alter topfit bleiben kann. Und wer auf sich und seinen Körper achtet, kann auch mit 60 noch Marathon laufen.

Also was ist ist los mit unserer Leistungsfähigkeit?

Ich behaupte das „Altern“ beginnt im Kopf. Es kann also auch jüngere treffen. Das dumme daran ist, dass es ein schleichender Prozess ist. Schritt für Schritt. Du merkst es gar nicht.

Sinkende Leistungsfähigkeit hat etwas mit der Art zu tun, wie du deinen Job und dein Leben gestaltest zu tun.

Gibt es ihn jetzt den Leistungsknick?

Ja und nein. Es hängt ganz von dir selbst ab.

Nehmen wir mal ein Beispiel:

Du sitzt schon länger auf deinen Job. Es stellt sich Routine ein. Vieles erledigst du souverän mit deiner langjährigen Erfahrung. Du mußt gar nicht mehr groß nachdenken.

Deine Karriere stockt. Du verlierst ein wenig die Lust und den Ehrgeiz. Man lässt dich auch weitgehend in Ruhe. Du wirst nicht allzu groß gefordert und auch nicht mehr so richtig gefördert. Du richtest dich ein.

Mit der Lust sinkt die Leistungsfähigkeit und auch dein Interesse dich mit neuen Themen zu beschäftigen. Das kann so eine ganze Weile gut gehen.

Die schleichende Veränderung sorgt dafür, dass deine Leistungsfähigkeit und die Lust sich mit neuen Sachen zu beschäftigen sinkt. Du wirst müde und ertappst dich dabei, dir zu überlegen, wie lange es noch bis zur Rente ist.

In der heutigen Unternehmenswirklcihkeit ändert sich zur Zeit viel und das recht dynamisch. Also könnte jetzt folgendes passieren.

 

Dein Job ändert sich, du bekommst einen neuen Chef

Plötzlich ändert sich dein Umfeld. Es werden neue Anforderungen an deine Arbeit gestellt. Der neue Chef stellt dir eine neue Aufgabe. Du tust dir damit schwer. Rechts und links werden jüngere Kollegen eingestellt, die ganz anders arbeiten und denken.

Was tust du?

Einfach wieder den Turbo einzuschalten, funktioniert nicht mehr. Du bekommst Druck. Wenn es dumm läuft, verlierst du vielleicht sogar deinen Job.

 

Du hast es in der Hand dich fit zu halten.

Wichtig ist, sich der inneren Veränderung bewusst zu werden und frühzeitg etwas dagegen zu unternehmen.

Den Job zu wechseln, neue Aufgaben zu übernehmen, sich weiterzubilden auch diese bei seinem Chef immer wieder einzufordern mit der klaren Begründung etwas für deine Fitness zu tun.

Sich mit den Veränderungen im Umfeld aktiv auseinanderzusetzen und bei der aktiv Gestaltung mitzuwirken. Von den jüngeren lernen und sie an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Es gibt viele Möglichkeiten.

Meiner Auffassung nach ist es nie zu spät. Als ich noch jünger war und mehr und mehr die PC-Technik um sich griff, hatte ich mit einer Bereichssekretärin kurz vor der Rente zu tun, die nie etwas damit zu tun hatte.

Sie interessierte sich für die neue Technik und ich habe ihr viel erklärt. Ich weiß heute noch wie sie begeistert war und wie sie sich gut einarbeiten konnte.

Es gibt das vielzitierte Beispiel von den Gehirnforscher Gerald Hüther. Er erzählt von einem 90-jährigen, der voller Begeisterung chinesisch lernt, weil er sich in eine jüngere Chinesin verliebt.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen Leistungsfähigkeit und Alter
  • Was du tun kannst, um leistungsstark und wach zu bleiben.

Lese dazu auch meinen Beitrag

Ich kann das nicht (mehr)

Ich kann das nicht mehr. Ich kann mit der ganzen Technik nichts anfangen. Das höre ich öfters.

Das hat so etwas mit dem Aufgeben vor dem Anfangen zu tun. Es ist so eine Art General-Entschuldigung. Entschuldigung, dafür bin ich schon zu alt oder zu lange im Geschäft. Lass mich in Ruhe mit dem neumodischen Kram.

Manche sagen es laut. Viele denken es nur still.

Erstens stimmt das nicht (wissenschaftlich nachgewiesen)

Zweitens tust du dir damit an allererster Stelle selbst keinen Gefallen.

Die Begeisterung für neue Erfahrungen, für das Lernen und Verstehen sind die Grundvoraussetzung für deine eigene Jobsicherheit in den nächsten 10- 20 Jahren.

Mentale Frische-Kur

Das schöne daran ist, wenn du erst einmal damit anfängst wird vieles leichter.

Sobald die erste Hürde (die ist gar nicht so hoch) überwunden ist, fügt sich eins zum anderen. Lernen und verstehen wird immer einfacherer.

Mit anderen zusammen macht das mehr Spaß. Du musst nur anfangen.

Die Verantwortung des Arbeitgebers und des Betriebsrates

Ich hatte oft den Eindruck in meiner alten Firma herrschte der Jugendwahn. Es wurden extrem selten Mitarbeiter über 40 eingestellt und die Anzahl der Seminartage nahm mit zunehmenden Alter rapide ab.

Es gab auch schlichtweg eher Programme für die Nachwuchskräfte.

Dazu kam, dass langjährige Mitarbeiter lange Jahre auf einer Position verbracht haben.

Ich halte das zu kurz gedacht. Es beginnt auch ein erstes Umdenken.

Mitarbeiterentwicklung ist etwas anderes. 

In Zeiten von Fachkräftemangel und zunehmender Überalterung in den Unternehmen, wird der 40, 50, 60 Jährige zum Potenzialträger oder zum Problemfall. Das kannst du als Arbeitgeber/Betriebsrat mit beeinflussen (Ich sage nur fordern und fördern).

Investiert in die mittelalte Generation. Macht sie wieder zu (Nach-)wuchskräften.

 

 

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