Schau dir deinen Job von heute an. Glaubst du dein Job sieht in den nächsten fünf Jahren noch genauso aus? Machst du dann noch die gleichen Aufgaben? Gibt es deine Abteilung noch?

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Warum du dich heute um deinen Job der Zukunft kümmern solltest.
  • Was du tun kannst, um fit zu bleiben für deine Zukunft.

Die Veränderungen kommen immer schneller

In den letzten Jahren meiner angestellten Tätigkeit hat sich mein Job in sechs Jahren auch sechs mal geändert.  Die kürzeste Zeit waren vier Wochen. Dann wurde wieder umstrukturiert. Ich bekam neue Aufgaben und einen neuen Chef.

Ich mag neue Aufgaben. Allerdings wäre es auch nett gewesen, etwas mehr Zeit zu haben sich einzuarbeiten.

In den Firmen von morgen wird die Veränderung zum ständigen Begleiter. Die Ausrichtung ändert sich, die Organisation, dein Chef, die Kollegen. Es gibt neue Prozesse. 

Das gilt heute noch nicht für alle Jobs. Ich glaube, es ist trügerisch darauf zu vertrauen.

Für manche hat die Veränderung drastische Folgen. Dir gefallen deine neuen Aufgaben nicht, du kommst in unbekannte Gewässer, kennst den neuen Chef nicht und er kennt dich nicht.

Es entsteht Stress, du musst kämpfen und schlimmstenfalls droht plötzlich die Kündigung. Das Alter und die Zugehörigkeit spielen dabei heute immer weniger eine Rolle. Immer mehr Menschen werden auch im Alter 45+ mit einer Kündigung konfrontiert.

Kümmere dich jetzt selbst um deine berufliche Zukunft.

Wenn du fünf Jahre weiter schaust, wie schätzt du die Sicherheit deines Job auf einer Skala von 1 – 10 ein (1 total unsicher und 10 bombensicher)?

Keiner hat eine Glaskugel. Was deine eigene Zukunft angeht, ist es besser, selbst aktiv zu werden, als zu spät nur noch reagieren zu können.

Nimm dir ein wenig Zeit und frage dich!

Wo willst du beruflich hin? Was ist der Job, den du dir wünscht?

Mir war das nicht immer klar. Manchmal war ich einfach viel zu beschäftigt um darüber nachzudenken.

Das rächt sich spätestens dann, wenn eine Veränderung ansteht, du umorganisiert wirst oder einen anderen Job angeboten bekommst. Dann bist du im Reaktionsmodus. Musst dich schnell entscheiden und bist dann erst einmal wieder damit beschäftigt dich auf das neue einzustellen. Im Nachhinein hätte ich die ein oder andere Entscheidung anders getroffen.

Wer weiß, was er will, kann seinen neuen Job mitgestalten. Ich konnte oft noch etwas an meinem neuen Job ändern. Manchmal kannst du auch etwas für deine Weiterbildung fordern.

Oder du weißt genau, was du nicht willst und kannst dich klar entscheiden, dich auf den Weg zu machen.

Wie gelingt es dir, dich jobmässig fit zu halten?

Das ist wie beim Fitnesstraining. Wer lange nichts mehr macht, wird träge, hat keine Kondition mehr und wird unbeweglich.

Die Anforderungen für den Arbeitsplatz der Zukunft ändern sich. Die Inhalte entwickeln sich, Prozesse werden umgestellt oder die Form der Zusammenarbeit wird geändert. Plötzlich heißt es agiler zu arbeiten.

Auch fachlich und technologisch kann sich etwas am Job ändern. Es wird neue Computerprogramme geben. Die künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Der Kollege Technik arbeitet mit.

Wer fit bleibt, wird unabhängiger. Wer viele Kompetenzen und Skills anzubieten hat, der macht seinen Job sicherer. Gute Leute werden immer gebraucht. Auch die Chancen am Arbeitsmarkt werden damit größer.

Was tust du, um fit zu bleiben, für deine Zukunft?

Punkt 1: Werde dir klar was du kannst, was du ausbauen und noch neues lernen willst

Vertraue nicht darauf, das alles so bleibt, wie es ist. Nimm deine Zukunft in die Hand. Informiere dich über Entwicklungen und Trends in deiner Firma und darüberhinaus. Achte auf die Veröffentlichungen deiner Unternehmensleitung, deiner Führungskräfte. Spreche mit Experten und Kollegen. Schaue in die Fachpresse oder das Internet.

Nutze Gelegenheiten an Diskussionen, Arbeitskreisen oder Projekten zum Thema Zukunft teilzunehmen. Informiere dich über Weiterbildungsmöglichkeiten. Spreche auch dazu mit deiner Führungskraft oder dem Personalbereich. Frage aktiv nach, was dort empfohlen wird, um fit für die Zukunft zu bleiben.

Werde dir klar, wo deine Stärken und Interessen liegen, was du weiter ausbauen solltest. Und auch was du neues lernen willst.

Punkt 2: Kümmere dich aktiv um deine Weiterbildung. Deine Kompetenzen sind der Schlüssel für deine persönliche Zukunft.

A. Fachliche und technische Kompetenzen:

Frag dich selbst, wann hast du das letzte Mal etwas Neues gelernt. Das kann rein fachlich sein, oder etwas technisches wie zum Beispiel ein neues Computerprogramm. Gut ist es, schon bei der Entwicklung neuer Themen früh dabei zu sein z. B. über eine Projektbeteiligung. Nutze Schulungen oder Workshops. Fordere sie auch aktiv ein.

B. Persönliche Kompetenzen:

Frage dich persönlich, wo deine Stärken und Schwächen liegen. Welche Skills oder Kompetenzen werden für das Morgen verstärkt gebraucht. Was ändert sich in der Art, wie wir arbeiten in der Zukunft? Wird mehr in wechselnden Teams oder Projekten gearbeitet. Wie werden sich die Anforderungen bei deinen Aufgaben verändern?

Es geht viel um soziale Kompetenzen und Kommunikationsfähigkeiten aber auch um Projektmanagement-Skills.

C. Kognitive und geistige Fitness:

Wenn sich die Art des Zusammenarbeitens ändert, musst du mit diesen Entwicklungen Schritt halten können. Es geht hier um eine rasche Auffassungsgabe, Anpassungs- und Lernfähigkeit. Mit etwas Neuem und Unbekannten in kurzer Zeit klar zu kommen.

Diese Fitness hat viel mit Training und Übung zu tun. Wer immer im gleichen Saft kocht, verliert ein Stück diese Fähigkeit. Hier geht es darum, offen für Neues zu bleiben und sich immer wieder für neue Inhalte zu interessieren.

D. Mentale Fitness:

Mit welchen inneren Einstellungen und Haltungen bis du unterwegs. Du entscheidest, wie offen und wie erfolgreich du dich mit Veränderungen und neuen Inhalten auseinandersetzen willst. Wer Neuerungen eher widerstrebend gegenübersteht, sich darüber eher negativ auslässt oder sogar in den aktiven Widerstand geht, der steht irgendwann auf dem Abstellgleis des Lebens.

Nicht falsch verstehen, Widerstand gegen ethisch nicht vertretbare Vorgehensweisen oder offensichtlich falschen fachlichen Lösungen ist vollkommen in Ordnung genauso wie die Fähigkeit seine Meinung öffentlich zu äußern oder auch einen Konflikt auszuhalten. Hier ist eher die negative, ablehnende innere Haltung gemeint. Diese zeigt sich oft, wenn zu stark in der Gruppe über andere oder die Firma gelästert wird.

Die Mentale Fitness hat auch etwas mit Unsicherheit oder Angst zu tun. Du bleibst lieber bei altgewohnten sicheren Verhaltensweisen und verschließt dich dabei dem Neuen. Verständlich, aber nicht hilfreich. Mit kleinen bewussten Schritten kannst du dieser Unsicherheit leicht begegnen. Das Gespenst scheint meistens größer als es in Wahrheit ist.

Ein Coach kann helfen.

Wer du unsicher bist, in welcher Richtung es für dich weiter gehen kann, kann die Unterstützung durch einen Coach helfen, schneller eine Orientierung zu finden.

Du wirst dir klar über deine beruflichen Zielsetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Du bekommst ein Bild deiner Stärken und Schwächen und kannst vielleicht mentale Hindernisse und Blockaden aus dem Weg räumen.

Vor allen bei den ersten Schritten ist es hilfreich, sich positiv aufzuladen und die richtige Energie zu tanken.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Warum du dich heute um deinen Job der Zukunft kümmern solltest.
  • Was du tun kannst, um fit zu bleiben für deine Zukunft.

Mache es dir zur Gewohnheit regelmäßig über deine Zukunft nachzudenken.

Vielleicht setzt du dir einen Termin in deinem Kalender. Finde irgendeinen wohlklingenden Namen wie z. B. Fitness-Check Zukunft.

Nimm dir eine kleine Auszeit, ein paar Zettel Papier und schreibe einfach ohne groß nachzudenken deine Gedanken auf, was du gut findest in deinem Job, was du ändern möchtest, was du zuletzt gelernt hast, wo du Herausforderungen siehst und worin du gern besser werden möchtest.

Am Ende kannst du dir die Themen markieren, die du besonders wichtig findest und dort deine Notizen mit To Dos ergänzen.

Lege dir dazu eine Mappe an, damit du deine Gedanken ein andermal fortsetzen kannst.

Bleibe wach und neugierig.

Vieles im Job wird leicht zur Routine. Mit der Erfahrung gehen dir die Dinge leicht von der Hand. Du weißt, wie der Hase läuft.

Das fatale an der Routine ist, dass sie sich schnell einschleift und dich oft davon abhält, mal die Dinge zu hinterfragen und von einer anderen Seite zu betrachten.

Es ist hilfreich, neben der Routine sich regelmäßig mit neuen Themen und Fragen auseinanderzusetzen. Offen für Neues zu sein.

Andererseits kann es auch gut sein, mal die Routine zu unterbrechen und die heutigen Aufgaben mal ganz anders zu betrachten.

Aus meiner Coaching-Praxis:

In den Gesprächen mit meinen Cochees geht es oft um das Thema Entscheidungen. Soll ich meinen Job wechseln oder nicht? Soll ich diese Ausbildung machen oder nicht?

Diese Fragen begleiten meine Klienten schon länger, ohne dass sie richtig vorangekommen sind.

Oft liegt es daran, dass die Fragen zu absolut gestellt werden, ohne sich über den Hintergrund der Frage klar zu werden oder sich ausreichend Information zu besorgen.

Wenn du dir im unklaren bist, aber irgendetwas einfach nicht mehr passt, fange in kleinen Schritten an. Überlege dir, was deine Ziele sein könnten, was gut ist, was nicht. Informiere dich über Möglichkeiten. Jeder Schritt macht dich schlauer und sicherer.

Wer mit offenen Augen durch die Welt läuft, sieht auch mehr Möglichkeiten.

Bei den Entscheidungen spielen ganz unterschiedliche Themen eine Rolle und meistens gibt es weit mehr Handlungsoptionen als zuerst gedacht.

Meistens muss die Entscheidung gar nicht sofort getroffen werden.

Lese dazu auch meinen Beitrag „Entscheidungen treffen“.

Um unsere Webseite optimal zu gestalten und laufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen