Die Kündigung durch den Arbeitgeber und der Verlust des Jobs sind einschneidende Erlebnisse im Leben eines Menschen. Umso wichtiger ist es, mit der Situation bewusst und positiv umzugehen.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Was die Kündigung mit dir macht.
  • Welche Phasen du in der Regel durchläufst.
  • Wie du am besten mit der Kündigung umgehst.

Eine Kündigung macht etwas mit einem.

Eine Kündigung kommt oft unvermittelt und plötzlich. Auch wenn man schon etwas geahnt hat und letztendlich froh ist, dass es jetzt raus ist, bleibt es etwas Erschreckendes.

Der Schock lässt sich nicht vermeiden. Es berührt immer deinen Selbstwert und auch ein Stück deine Existenzgrundlage.

Das ist Grund genug sich bewusst und positiv damit zu beschäftigen und nicht gleich mit der nächsten Bewerbung zu starten. Wenn wir uns mit unseren Emotionen in dieser Phase auseinandersetzen, kommen wir schneller durch das Tief.

Ein Mensch durchläuft bei einer Kündigung verschiedene emotionale Phasen.

  • Zuerst ist da der Schock, eine Sprachlosigkeit vielleicht auch eine Fassungslosigkeit. Es braucht eine Weile bis die Realität wieder zu uns durchdringt.
  • Wenn es vorher schon Stress gab, kann es kurz ein Gefühl der Erleichterung geben. Endlich ist der Druck vorbei.
  • Es gibt eine Phase der Niedergeschlagenheit, einer Müdigkeit, der Trauer. Warum gerade ich? Du möchtest am liebsten nur weg, vielleicht dich verkriechen. Vielleicht spürst du auch Angst oder Unsicherheit, wie soll das nur werden.
  • Vielleicht wechselst du dann in eine Phase der Wut. Wie können, die so etwas machen, ich habe mich doch jahrelang für diese Firma eingesetzt. Das macht dich vielleicht aggressiv und reizbar.
  • Oft beginnt auch früh eine Phase der Aktivität. Ich muss mir einen neuen Job suchen, mich bewerben. Du suchst dir deine Bewerbungsunterlagen zusammen. Gehst ins Internet oder aktivierst dein Netzwerk.

Egal wie diese Phasen bei dir verlaufen, es macht emotional etwas mit dir. Um wieder mit voller Kraft durchzustarten, musst du dich dieser Situation und den Emotionen stellen und deine ganz persönlichen Frieden damit machen.

Viele Menschen sind schnell dabei, diese Gefühle zu verdrängen, um möglich schnell wieder ins sichere Fahrwasser zu kommen. Es bleibt ein Schatten, vielleicht die instinktive Angst, wenn jetzt der Arbeitgeber mich auch wieder kündigt?

Andere kommen mit Ihren Bewerbungen nicht vorwärts. Fühlen sich blockiert. Beginnen mit dem Grübeln, wälzen tausende Fragen, vielleicht haben Sie auch Angst vor der nächsten Bewerbung, was wenn die mich jetzt nicht wollen.

Wie gehe ich jetzt am besten mit der Kündigung um?

Nimm diese Punkte als Anregung für deinen eigenen Prozess.

  • Sorge für ein positives Umfeld von Unterstützern. Hüte dich vor einem Trauerkabinett und zu viel Mitleid. Du brauchst Freunde, die da sind, die dich aufmuntern und behutsam ermuntern. Oder einen Coach der diesen Prozess begleitet.
  • Stelle dich deinen Gefühlen, lass sie raus. Es ist vollkommen normal (eine Zeit lang) traurig oder wütend zu sein, so dass dir vielleicht die Tränen kommen. Wenn zu viel Wut da ist, mache Sport, meditiere oder gehe Spazieren raus in der Natur. Erlaube dir diese Zeit.
  • Stelle dich der Situation. Mache dir klar, was gerade passiert ist. Suche nicht nach Schuld oder Schuldigen. Sei eher ein Beobachter, der von außen die Situation beschreibt. Betrachte, wie es dir selbst ergangen ist und was gerade passiert ist. Bewerte nichts, am Ende sind Kündigungen für alle Beteiligte schwer.
  • Schließ deinen Frieden. Nehme bewusst Abschied. Denke an das was gut war und sei dankbar, für die nicht so guten Dinge, die jetzt vorbei sind. Mir hat ein Abschlussritual geholfen.
  • Gönne dir Pausen, bewusste kleine Auszeiten. Mache etwas Schönes. Treffe dich mit deinen Unterstützern. Lös dich bewusst einen Moment von deinen Gedanken zur Zukunft und Vergangenheit. Du hast jedes Recht dazu und bist es dir wert.

Wie gelingt es dir gut neu durchzustarten?

  • Komme wieder in deine Kraft. Dabei hilft es gut wie du von der Vergangenheit Abschied zu nimmst. Es ist nie gut aus der Not oder Verzweiflung heraus zu starten. Es ist viel besser aus einer Position der Stärke loszulaufen.
  • Gebe dir Zeit. Es muss nicht lange sein. Fange nicht an hektisch zu werden und vielleicht gleich den nächstbesten Job zu ergreifen.
  • Kümmere dich um dein Selbstwert-Gefühl. Mach dir klar, wer du bist, was du kannst.
  • Ergreife die Chance mal ganz neu zu denken, sich neu zu orientieren. Denke jetzt mal über deine neuen berufliche Ziele nach. Was du dir wünscht oder was dich begeistert. Schaue mal über den Tellerrand. Mach dir Gedanken welche Infos du noch brauchst und lauf los.
  • Überlege dir welche Schritte dir helfen können, finde deinen Weg und dann …
  • lauf los.

Ein Coach kann helfen.

Für den Prozess des bewussten Abschiednehmens und einen gelungenen Neustart, kann ein Coach ein idealer Partner sein.

Er leitet durch die notwendigen Schritte, spendet Kraft und Zuversicht, öffnet gedanklich neue Türen und gibt Impulse oder neue Ideen. Er ist der unterstützende Partner für alle Prozessschritte bis in den neuen Job.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Was die Kündigung mit dir macht.
  • Welche Phasen du in der Regel durchläufst.
  • Wie du am besten mit der Kündigung umgehst.

Aus der Coaching-Praxis

In einem Supervisionsgespräch mit einer Coaching-Kollegen erzählte Sie mir von einer Ihrer Klienten. Sie hat Ihre Klientin perfekt für den neuen Job vorbereitet, das Ziel war klar, die Bewerbung war fertig und die Stellen herausgesucht.

Die Klientin kam aber nicht in Bewegung. Sie war regelrecht blockiert. Irgendwie war alles noch nicht richtig oder fertig.

Der Grund dafür war einfach. Sie hatte nach wie vor große emotionale Schwierigkeiten im Umgang mit Ihrer Kündigung. Ihr Selbstwertgefühl war angekratzt und sich war stark verunsichert. Erst wenn da Alte losgelassen werden kann, kann das Neue starten.

Meine eigene Kündigung

Ich kenne diese Phasen der Emotionen. Ich bin nach langjähriger Zugehörigkeit gekündigt worden. Es war zu erwarten. Ich sah es kommen. Ich kam mit dem neuen Chef nicht klar (und er nicht mir). Und da war ich schon über 50.

Ich war froh es hinter mir zu haben, war befreit und trotzdem hat es eine Weile gedauert. Es war keine einfache Zeit. Bis ich bewusst Abschied genommen habe.

Heute habe ich keinerlei Groll gegenüber meiner alten Firma oder meinem Chef. Ich bin unendlich dankbar, dass ich da raus bin. 

Ich mache heute etwas was mir Spaß macht. Der Weg dorthin war auch nicht einfach und hatte viele Herausforderungen. Im Ergebnis hat es sich aber volle Kanne gelohnt.

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