Wenn das Leben nur so dahin plätschert.

Wann hattest du das letzte Mal so ein Gefühl, wie der Typ auf dem Bild? In diesem Artikel schreibe ich über das Thema Alltagstrott und wie du ihm entwischen kannst. Der Artikel soll einfach nur anregen, mal über den Umgang mit der eigenen Zeit nachzudenken. Lebe ungewöhnlich.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Was der Alltagstrott ist.
  • Und wie du ihm entwischen kannst.

Was ist dein Alltagstrott?

Du stehst jeden Morgen auf. Putzt Zähne, frühstückst, gehst zu Arbeit, kommst nach Hause, verbringst Zeit mit der Familie oder mit Freunden, schaust fern und gehst ins Bett. Ja, klar es gibt noch ein paar Sachen mehr. Auch durchaus schöne. Kein Grund alles grau zu malen.   

Dabei stellst du fest, dass die Zeit immer schneller läuft. Wenn du nicht gerade einen todlangweiligen Job hast, dann verfliegt die Zeit. Mein Eindruck ist, je älter man ist, umso schneller läuft die Zeit. Und oft hast du das Gefühl, zu wenig Zeit zu haben.

Die Zeit ist eigentlich unbestechlich immer gleich. Kann man bei der Atomzeituhr in Braunschweig mathematisch exakt feststellen. Gefühlt ist das anders.

Gewohntes blendet unser Gehirn aus.

Es soll hier gar kein hoch-wissenschaftlich gestützter Bericht sein, es ist eher eine Alltagbeschreibung von Eindrücken und Überlegungen.

Irgendjemand erzählte mir mal, dass über unsere Sinneswahrnehmung innerhalb kürzester Zeit Millionen Eindrücke auf uns zu rasen. Klar, das dann Filter anspringen müssen. Wir nehmen nur noch wahr, was uns relevant erscheint. Ich nehme an, dass unser Gehirn einen ähnlichen Mechanismus hat. Alles was bekannt ist, blendet es einfach aus.

Folgt man dieser Theorie, dann wird es erklärbar, warum wir uns manchmal gar nicht mehr so genau erinnern können, ob wir morgens tatsächlich Zähne geputzt haben. Mir geht es so mit den Ampeln beim Autofahren. Ich kann gar nicht mehr sagen, ob die vorige Ampel wirklich grün war. Ich erinnere mich nicht mehr daran.

Nun spinnen wir den Gedanken weiter. Wenn alles Bekannte ausgeblendet wird, dann entstehen Erinnerungslücken. Ganze Teile des Tages sind nicht mehr da. Also läuft die Zeit schneller. Genauso geht es mit den Erinnerungen, die schon etwas zurückliegen. Was habt ihr die letzten Jahre an Sylvester gemacht. War das vor einem oder doch schon vor zwei oder sogar mehr Jahren.

Es braucht gar nicht so große Dinge.

Es geht letztendlich um deinen Umgang mit dem täglichen Leben. Wenn die Theorie stimmt, das Bekanntes ausgeblendet wird, dann geht es um das Unbekannte, Neue.

Du entwischt deinem Alltagstrott, wenn die die Dinge in deinem Leben einmal anders machst. Um beim Beispiel zu bleiben, einmal Zähne mit der anderen Hand putzt. Es gibt eine Reihe von Visualisierungsübungen, die sich wunderbar morgens vor dem Spiegel einbauen lassen. Dann morgens auf einem anderen Weg zur Arbeit zu fahren oder im Bus mal nicht auf das Handy zu schauen, sondern andere Menschen zu beobachten.

Das lässt sich auf ganz verschiedene Arten ausbauen, mal ungewöhnliche Fragen stellen. Eignet sich gut für das langweilige Meeting am Montag Morgen. Vielleicht mit einer höflicheren Variante als „mir ist tod-langweilig, geht es euch auch so“.

Neues erobern, neue Teile der Stadt, neue Restaurants, andere Jogging-Wege. Mal etwas auf der Speisekarte essen, was du noch nie gegessen hast. Du könntest dir kleine Aufgaben oder Herausforderungen ausdenken. 

Ziele haben.

Noch eine Methode dem Alltagstrott zu entwischen. Dir selbst deine Ziele wieder vor Augen zu führen. Warum bist du hier, was willst du erreichen, wo willst du hin? Die richtigen Ziele haben eine gute Energie um in Bewegung zu kommen, meistens auf neuen Wegen.

Bewusste Reflektion

Noch etwas, was kleine Erinnerungshaken in deinem Hirn erzeugt. Reflektiere regelmäßig bewusst über die vergangene Zeit. Wiederholungen allein sind für das Erinnern hilfreich. Noch besser ist es sich selbst geschickte Fragen zu stellen. Was war heute besonders? Was hat mir gut gefallen? Was hat mich geärgert und was würde ich gern in Zukunft anders machen.

Aufräumen, Stress reduzieren, Freiräume für das Gehirn schaffen.

Wer gehetzt durch’s Leben läuft, wird am Ende wenig übrigbehalten. Das Leben rauscht an dir vorbei. Da hilft auch keine übertriebene Selbstoptimierung. Ich war mal auf einer Veranstaltung. Da erzählte mir einer, er würde jeden Tag das Gleiche essen. Das würde Zeit sparen, er müsste gar nicht mehr auf die Karte schauen.

Es geht nicht darum, alles zu optimieren und jedes Fitzelchen Zeit optimal auszuschöpfen. Es gilt hier weniger ist mehr. Klar gibt es viele Pflichten, viel Verantwortung. Dennoch lohnt es sich hier genau darauf zu schauen. Es geht gar nicht um so viel. Es geht um kleine Oasen, Pausen aus dem Alltagstrott. Zeit zum Entspannen, träumen oder zum reflektieren. Auch hier lassen sich Routinen aufbrechen. Auch hier gibt es Glücksmomente, die du festhalten kannst, du musst sie nur bewusst bemerken.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Was der Alltagstrott ist.
  • Und wie du ihm entwischen kannst.

Aus meiner Coaching-Praxis:

Das ist gar nicht so selten. Ein Coachee kommt zum Gespräch und weiß nicht mehr was er oder sie machen soll.

Tausend Fragen im Kopf, offene Entscheidungen und immer zu viel zu tun in zu wenig Zeit. Verbunden mit dem starken Wunsch da irgendwie aus dem Karussell auszusteigen.

Der erste Schritt ist immer klar. Erst einmal sortieren, Punkt für Punkt. Für jeden Punkt zu entscheiden, ist der wirklich wichtig, ist dafür die Zeit reif, hast du alle Infos und was willst du wirklich, was ist deins, was kommt von anderen.

Meistens entsteht ein Bild, wie eine Landkarte. So können klar Entscheidungen getroffen werden, was jetzt dran ist. Klare Ziele, die dich aus dem Alltagswahnkarussell befreien können.

Was ist deine Bucket-List?

Zahlt auch ins Thema Ziele ein. Auch vielleicht in das Thema Ungewöhnliches oder Aufregendes.

Du schreibst einfach deine Wunschliste auf die dein kommendes Leben (die nächste Zeit). Ein Thema, ein Punkt. Die Themen müssen gar nicht so groß sein. Es kann auch viele kleine Wünsche geben.

Für mich war es immer ein Traum einmal mit dem Motorrad in der Wüste zu fahren. Die Erinnerung neben mir Giraffen in freier Wildbahn laufen zu sehen, wird ewig bleiben.

Ein tägliches Geschenk von
86.400 €

Das ist eine schöne Geschichte zum Nachdenken.

Stell dir vor, ein unbe­kannter Gönner, schenkt dir jeden Tag 86.400 € zur freien Verfügung. Die einzige Bedingung, du kannst das Geld nicht sparen, am Ende des Tages ist immer alles weg.

Was würdest du dann tun?

Es macht einen nachdenklich, wenn du die Euros durch Sekunden ersetzt. Jeder Tag hat exakt 86.400 Sekunden. Was machst du damit?

Der Würfler

Immer noch ein Buch, was mich nachhaltig beeindruckt hat. Weniger wegen dem Geschriebenen. Der zweite Teil des Buches ist ziemlich abstrus, sondern wegen der Idee.

Der Akteur des Buches fängt an sein Leben auszuwürfeln.

Es gibt zwei Rahmenbedingungen:

Er entscheidet sich jeweils für sechs Handlungsoptionen, ganz frei.

Sobald der Würfel geworfen wird, dann muss diese Option in die Tat umgesetzt werden.

Im ersten Moment sagst du vielleicht Quatsch, wer will denn sein Leben auswürfeln. Spannend wird es, wenn du es spielerisch verstehst.

Du kannst herausfordernde Aufgaben einbauen mit einer Chance von 1 : 6. Fünft „normale“ Dinge und ein „verrücktes, kreatives“. Am meisten macht es Spaß mit mehreren.

Wir haben verrückte Sachen gemacht. Nichts Gefährliches, aber einfach neu und ungewöhnliches. Das bleibt auch haften.

Ein Coach kann helfen.

Ein Alltagstrott ist etwas Gefährliches. Er stellt sich ungefragt ein und dann läuft die Maschine. Oft stellt sich ein Gefühl ein, du bist dem Alltag ausgeliefert. Manchen fehlt auch die Kraft oder die richtige Idee sich dagegen zu stemmen.

Eine Stunde bei einem Coach kann Wunder wirken. Gemeinsam zu reflektieren, behutsam den Spiegel vor die Augen gehalten zu bekommen und Ideen für die kleinen Ausbrüche zu bekommen. Es wird sich lohnen.

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